Intelligente Sensorik

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Intelligente Sensorik

Intelligente Sensorik ist die Voraussetzung für hochauflösende Rückmeldedaten. Die Rückmeldedaten werden im MES- und/oder ERP-System abgelegt und für die Vorausplanung der Produktionsprozesse abgerufen. Der Werker bedient sich der Planungsergebnisse auf der Basis der hochauflösenden Rückmeldedaten und steuert so die Produktionsprozesse optimal. Die intelligenten Sensoren erfassen abermals diese Prozesse, woraus die hochauflösenden Rückmeldedaten aktualisiert generiert werden. So schließt sich der Regelkreis, in dem die Sensorik den essenzielle Bestandteil für die Erfassung der aktuellen Ist-Situation im Produktionsprozess darstellt.

Motivation, Nutzen & Ausblick

Nicht-intelligente Sensorik im Gegensatz zu intelligenter Sensorik stellt ausschließlich die Ist-Situation im Messbereich in Form einer physikalischen Messgröße dar, z. B. den Abstand von einem detektierten Objekt zum Abstandssensor. Intelligente Sensorik verfügt darüber hinaus über die Fähigkeit, aus dem physikalischen Messergebnis weitere quantitative oder qualitative Ausgaben zu erzeugen, wie die Aussage, ob sich das Objekt bewegt und wann es einen kritischen Mindestabstand zum Sensor unterschritten hat.

SICK-Sensoren sind intelligente Sensoren bzw. können durch einfache Verknüpfung untereinander zu intelligenten Sensorsystemen aufgebaut werden.

Im Zuge der vierten industriellen Revolution und der damit einhergehenden Vernetzung der cyberphysischen Systeme ist eine klassische vertikale IT-Struktur nicht mehr gültig. Sensoren sind ein fester Bestandteil der cyberphysischen Systeme. Sie sind intelligent und kommunizieren untereinander sowie mit anderen Komponenten des CPS, wie einem Antriebsmotor (Aktor) oder der Maschinensteuerung (SPS). Damit sind die Teilsysteme nicht mehr vertikal sondern horizontal verknüpft, wie nachfolgend dargestellt.

Die intelligente Sensorik verfügt neben den messtechnischen Komponenten für die physikalische Messgröße ebenso über Komponenten zur Integration von Algorithmen für die Vorverarbeitung der Messgröße.

Beispiele intelligenter Sensorik

SICK bietet eine Vielzahl von intelligenten Sensoren sowie Aktoren mit integrierten intelligenten Sensorlösungen an. Im Produktionsbereich wird intelligente Sensorik typischerweise für
– Detektion (engl.: Detection),
– Qualitätskontrolle (engl.: Quality Control),
– Auffinden und Nachverfolgen (engl.: Track & Trace)
eingesetzt.

Neben der Detektion und der Qualitätskontrolle ist im ProSense-Forschungsprojekt vornehmlich der Aufgabenbereich Track & Trace untersucht und behandelt worden. Dafür eignen sich Code-Lesegeräte, wie die Produkte CLV6 (https://www.sick.com/de/de/identifikationsloesungen/barcodescanner/c/g79766) und LECTOR (https://www.sick.com/de/de/identifikationsloesungen/kamerabasierte-codeleser/c/g78496), sowie RFID-Lese- und Schreibgeräte der Produktgruppe RFU (https://www.sick.com/de/de/identifikationsloesungen/rfid/c/g93063).

Beteiligte

SICK AG
MSR Technologies GmbH
Ortlinghaus – Werke GmbH


Projektbericht

s. Abschnitt 3.2.2, 4.1-4.3