Automatisierte Rückmeldung von Fertigungsaufträgen durch intelligente RFID-Sensorik

TUUseCase

Automatisierte Rückmeldung von Fertigungsaufträgen durch intelligente RFID-Sensorik

Die Fertigung der Produkte erfolgt Auftragsbasiert. Die Fertigungsaufträge werden durch folgende Einflüsse bestimmt: Kundenbedarfe, Materialverfügbarkeit, Ressourcenverfügbarkeit sowie Materialchargen. Um Umlaufbestände und Durchlaufzeiten so gering wie möglich zu halten, kommt die Fließfertigung als Fertigungsform zur Anwendung. Da zudem die Rückmeldungen zu den Fertigungsaufträgen manuell durchgeführt werden, ist einerseits der Aufwand sowie andererseits die Gefahr von Falschmeldungen hoch. Durch eine automatisierte Rückmeldung der Aufträge soll der Meldeaufwand verringert sowie die Meldequalität verbessert werden.

Beschreibung des Use Case

Die Ladungsträger in der Fertigung werden mit RFID-Transpondern bestückt und im ersten Arbeitsgang eines Auftrags mit den relevanten Informationen (Arbeitsplatz, Auftrag, Teilenummer, Menge, etc.) beschrieben. Dies geschieht an speziellen Meldeterminals, welche mit RFID-Sensorik ausgestattet sind. In den nachfolgenden Arbeitsschritten werden die Teilmengen automatisch von der RFID-Sensorik, welche an den jeweiligen Arbeitsplätzen installiert ist, erfasst. Diese Mengen werden dem richtigen Auftrag und Arbeitsvorgang zugeordnet und im MES sowie anschließend in SAP verbucht.

Technische Umsetzung

Die Ladungsträger bzw. Materialbehälter werden mit passiven RFID-Transpondern bestückt. Da es sich um metallische Ladungsträger und Behälter handelt, welche den elektromagnetischen Messbereich der RFID-Sensorik beeinflussen, müssen die Transponder speziell für diese Umgebung ausgelegt sein. Um die Informationen auf die Transponder zu schreiben, auszulesen und anschließend zu verarbeiten, wird RFID-Sensorik von SICK eingesetzt, beispielweise der intelligente RFID-Sensor RFU630.

Nutzen und Ausblick

Durch den Use Case erfolgen die Rückmeldungen zukünftig automatisch. Dies führt zu einer Reduzierung des Meldeaufwands, Erhöhung der Rückmeldequalität- und Auflösung sowie Anzeige des Umlaufbestands in Echtzeit. Da das ERP-System mit dem MES eng gekoppelt ist, sind die erfassten Rückmeldungen und Daten mit der gleichen Auflösung und Qualität im ERP-System vorhanden. Dies führt wiederum zu einer großen qualitativen Verbesserung der Fertigungssteuerung und bildet den Mehrwert für die MSR Technologies GmbH.

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Beteiligte

WZL RWTH Aachen
MSR Technologies GmbH
SICK AG


Projektbericht

s. Abschnitt 4.2